Meine Meinung, mein Leben - unverschönt und unzensiert! Mutter eines Sohnes (9),einer Tochter (4) und einem Sternenkind (6) aus Schleswig-Holstein mit westfälischen Wurzeln.
Mittwoch, 10. September 2014
Der kleine Drache "Kann-ich-nicht"
In unserem Fall dieses hier:
Der kleine Drache "kann-ich-nicht"
Zwei sehr sympathische Menschen haben mit diesem Buch wirklich viel Spaß und Ehrlichkeit in unser Kinderzimmer gebracht.
Wir haben das Buch schon etwas länger (ja, ich weiß, ich habe es Euch versprochen, liebe Vivien und lieber Timo, aber ich bin noch nicht eher dazu gekommen! Großes SORRY!!) und es ist tatsächlich eins der Lieblingsbücher von Leonard geworden.
Der kleine Drache "Kann-ich-nicht", der wohnt nämlich überall. In jeder Familie.
Er kann nämlich nichts alleine und weiß genau was er machen muss, damit Mama & Papa ihm helfen. Bis er eines Tages auf sich alleine gestellt ist, neue Freunde findet und von ihnen einiges lernt.
Plötzlich kann er nämlich doch alles selbst und präsentiert es auch stolz seinen Eltern.
Leonard erzählt uns jedes mal beim Lesen mit einem frechen Grinsen, dass er das auch so macht und uns veräppelt, damit er nicht alleine aufräumen oder Zähneputzen muss. Er liebt diesen kleinen Drachen und sagt auch oft im Alltag "Das kann ich nicht. Ich bin heute der kleine Drache Kann-ich-Nicht. Morgen kann ich das bestimmt wieder, so wie der Drache im Buch."
Die Illustrationen des kleinen Drachen, seiner Familie und seinen Freunden sind wirklich sehr liebevoll und niedlich gestaltet. Es macht Spaß sich auch nur mal die Bilder anzuschauen.
Und die Geschichte ist sehr schön und auch ermutigend sich mehr zu trauen.
Wir können das Buch also nur empfehlen und wer mal was ganz Neues im Regal stehen haben möchte, eine Geschichte, die noch nicht so bekannt ist, der sollte mal bei Amazon reinschauen.
Wir werden auf alle Fälle noch einige Exemplare ordern und verschenken, denn der kleine süße Drache ist viel zu unbekannt!
Übrigens hätten wir ihn gern als Kuscheltier, nur mal so an den Autor und die Illustratorin :)
Kinder, Kinder!
Genau genommen einen wichtigen. Welchen, werdet ihr zwischen den Zeilen des folgenden Textes (Gemeckers/Gejammers, was auch immer) lesen.
Ist es eigentlich normal, dass Kinder verplant werden? Müssen Kinder mit 4/5 Jahren jeden Tag ausgebucht sein? Bin ich jetzt eine der schrecklichsten Mütter, weil mein Sohn das nicht ist? Ich mache mir ernsthaft Gedanken darüber!
Wenn ich meinen Sohn aus der Kita abhole habe ich jeden Tag das gleiche Spiel: "Mama, ich will mich verabreden!!" Oft sage ich ja, aber dann hat keiner Zeit. Ich sage auch oft nein, weil wir was anderes vorhaben bzw. ich der Meinung bin, dass ein Kind auch den normalen Alltag, sprich Einkaufen, Hausarbeit, etc. miterleben muss. Ich habe ja auch nicht jeden Nachmittag nach der Arbeit ein "Entertainment-Programm".
Spontane Verabredungen mit anderen Kindern sind eher selten geworden und wenn dann immer mit den gleichen Kindern (was ja auch nicht schlecht ist, ganz im Gegenteil!). Stattdessen muss/kann/sollte man sich gefühlte Wochen vorher per Whatsapp, SMS, Telefonanruf, Treffen in der Kita schon fast einen "Termin" geben lassen.
Irgendwie war das früher anders. Vielleicht bin ich auch anders. Vielleicht bin ich auch anders groß geworden und gebe das so weiter und es ist total falsch? Ich weiß es nicht!
Alle haben "Termine". Sport, Musik, Turnen, weiß der Geier was noch alles. Ist ja auch ok, wenn es den Kindern Spaß macht. Langsam glaube ich allerdings, dass die Kinder nicht mehr alle alleine wählen, was sie machen wollen. Oder ich habe ein komisches Kind. Ganz die Mutter eben.
Mein Sohn wil nichts machen. Musikschule vielleicht noch. Aber da bin ich jetzt auch mal ehrlich: Als ich den Preis sah für ein bisschen mit Hausschuhen im Kreis laufen, und es dann noch hieß, die Kinder sollen ab 4 bitte Noten lernen und zeichnen (was ich ja wieder massiv übertrieben finden, denn mein Sohn möchte nur singen und trommeln, wie wir früher vor 25 Jahren) bin ich vom Stuhl gefallen. Wir leben jetzt nicht an der Armutsgrenze. Ohne arrogant klingen zu wollen: Uns geht es gut. Aber das war selbst mir zu viel des Guten!
Ausserdem kenne ich mein Kind, er wird einmal hingehen und nie wieder. Weil es ihm zu viel ist.
Sport ist auf nicht so seins. Mit Fussball sind wir (dank eines inkompetenten und asozialen Trainers) auch gescheitert.
Tennis spielt er gern, das macht er auch jeden Sonntag. Da bleibt dann trotzdem das Problem in der Woche....
Ich bleibe bei meiner oben genannten Ehrlichkeit: Ich bin nicht so der Vereinsmensch. Und auch keine Mutter, die ihr Kind überall rumkutschiert, damit es auch ja was lernt oder in irgendeiner Art aktiv ist.
Ich lasse ihn schon gern selber wählen, denn ich denke ab 4 kann ein Kind eigene Entscheidungen treffen, jedenfalls ein paar. Ich kann Vorschläge machen, aber entscheiden muss er selbst.
Ich mag es auch nicht sich jeden Tag zu verabreden. Es ist mir zu viel!
Dann müsste ich ja auch jeden Tag aufräumen. Wie soll ich das denn noch schaffen mit Arbeit, Garten, Hund, Wäsche, etc.? Sorry.... Es gibt Menschen in meinem engeren Bekanntenkreis, da ist es mir schnurz wie es hier aussieht. Die meisten lasse ich allerdings nur rein, wenn es ordentlich ist.
Ich hab auch nicht gern jeden Tag Besuch. Eigenbrötler halt (für manche auch total bescheuert).
Ich mag es nicht ihn abzuholen und frustriert zu sehen, weil keiner Zeit hat. Ich mag es nicht ihm erklären zu müssen, warum es heute nicht spontan geht sich zu verabreden. Ich hasse es, wenn er deswegen weint. Weil ich ihn so verdammt gut verstehen kann und es macht mich irgendwie wütend.
Ich bin enttäuscht und traurig, dass er enttäuscht und traurig ist. Kommt ihr da noch mit?
Heute zum Beispiel. Es hatte keiner Zeit. Es ist Mittwoch. Die Kinder sind fast alle in der Musikschule. Ich weiß das, weil ich das jeden Mittwoch als Antwort höre, wenn Leo fragt wer Zeit zum Spielen hat. Ich kenne also mittlerweile die "Terminpläne" anderer Kinder. Fand heute allerdings keiner lustig als ich das mal so ausgesprochen in den Raum bzw. Garten warf. Naja, wenigstens ich hab gelacht, hat ja auch was.
Leo fand das auch nicht lustig. Er war traurig. Ich auch.
Klar, hätte ich bei dem Wetter auf den Spielplatz gehen oder einen Spaziergang machen können. Hätte ich, wenn da nicht ein kleines zeitlich begrenztes Problem wären, dass sich Schwangerschaft nennt und leider dazu führt, dass ich an manchen Tagen weder lange sitzen noch laufen kann. So wie heute.
Jaja, könnt ihr sagen, die stellt sich an. Die mosert nur rum, dabei ist sie selbst Schuld. Kann sich ja Wochen vorher verabreden und muss sich ja nicht so anstellen wegen einem Verein oder andere Aktivitäten, soll mal nicht so stur sein und aufhören zu jammern, andere sind auch schwanger und haben schon 3 Kinder. Pffff..
Vielleicht stelle ich mich an. Vielleicht jammer ich auch blöd rum. Vielleicht könnte ich Leo auch Wochen vorher verabreden und ihn jeden Tag bespaßen.
Will ich aber nicht.
So bin ich eben nicht.
Und wie soll es denn werden, wenn das Baby da ist? Einiges wird so nicht mehr möglich sein. Auch daran muss er sich gewöhnen.
Manchmal da wünsche ich uns zurück in meine Kindheit. Wünschte Leo könnte das erleben. Wo es keine "Termine" für Kinder gab oder nicht so viele, wo wir uns auf dem Bolzplatz oder draussen im Hof getroffen haben. Wo meine Mutter mich mit 4/5 Jahren alleine raus schicken konnte in unserer Hochhaussiedlung ohne Angst haben zu müssen, weil immer jemand auf uns aufgepasst hat.
Wir waren nie allein, es waren immer andere Kinder da. Uns war selten langweilig (auch, wenn wir das gerne mal behauptet haben). Wir waren frei. Wir waren Kinder mit aufgeschürften Knien, dreckig bis in jede Falte und haben unglaublich viel Mist gebaut und dabei unendlich viel Spaß gehabt.
Es gab keine Handys, kein Whatsapp, kein Stress, jedenfalls haben wir den nicht mitbekommen.
Und wenn meine Mutter gesagt hat, dass ich heute mal nicht draussen spielen kann, weil wir einkaufen und putzen müssen, dann wurde sie nicht doof angeschaut, denn das war normal.
"Entertainment-Programm" gab es nicht.
Es war schön damals. Und als ich heute aus der Kita mit Leo nach Hause fuhr, kamen alle diese Bilder und Erinnerungen noch mal hoch. Und die blöden Hormone haben mich deswegen heulen lassen. Jetzt schon wieder.
Und dann kommen die Zweifel auf? Mache ich das alles richtig?
Macht das noch jemand so? Oder stehe ich allein da mit meiner Einstellung?
Sonntag, 1. Juni 2014
Erwachsen werden? Nö.
Sonntag, 25. Mai 2014
Hamburg, meine Perle
Ich liebe Hamburg.
Weil diese Stadt mir zeigt wie wandelbar alles sein kann, dass es immer was neues gibt, dass das Leben eigentlich schön ist, die Menschen nett, dass jeder Moment zählt und ich nächste Woche wieder an der gleichen Stelle stehen kann und alles anders ist.
Alleine dieser Blick lässt mich kurz alles vergessen und frei sein. Ich kann durchatmen ohne mir Gedanken zu machen.
Leo stand neben mir und alles war kurz gut, seine großen Augen neugierig auf das Schiff gerichtet.
Es gibt keine Stadt in, die mich so glücklich macht (außer Vancouver).
Ich bin weit weg von allem, kann in Ferne sehen, mir steht alles offen und doch bin ich nur kurz von zu Hause weg.
Die beste Entscheidung meines Lebens war es hier her zu ziehen, auch wenn viele damals behauptet haben, dass ich damit total auf die Nase falle.
Tja, 8 Jahre später bin ich immer noch hier und wohne direkt neben dieser traumhaften Stadt. Ätsch. Ich geh auch nicht mehr weg. Ich habe hier Wurzeln geschlagen, eine Menge durchgemacht und kann das alles hier "zu Hause" nennen. Ein herrliches Gefühl!
Hamburg, meine Perle. Für immer.
Freitag, 16. Mai 2014
Mama, wozu braucht man Geld?
Da wir das Thema immer wieder haben und ich jedes mal erkläre, dass wir arbeiten müssen, also etwas leisten, dafür Geld bekommen und damit den Einkauf bezahlen und vieles mehr, mein Sohn das aber manchmal versteht und manchmal nicht (was meistens daran liegt, dass er keine Lust hat zuzuhören, weil die Gemüseabteilung oder irgendwas anderes gerade spannender ist), erkläre ich ihm das jetzt eben praktisch an verschiedenen Beispielen.
Wenn wir zum Beispiel einkaufen gehen und er das Obst und Gemüse aussucht, einpackt, wiegt und in den Wagen legt, bestimmte Sachen aus den Regalen holt, die wir brauchen und mir an der Kasse hilft die Sachen aufs Band zu legen, bekommt er die Münze aus dem Einkaufswagen als "Verdienst".
Wenn wir zu Hause aufräumen und putzen und er dabei hilft, bekommt er von mir auch 50 Cent. Gleiches gilt für Gartenarbeit.
Erstens hat er Spaß an den Dingen, lernt mit anpacken, ist stolz, dass er etwas tun konnte wie ein Erwachsener und lernt dabei gleichzeitig, dass er für sein Geld arbeiten muss.
Das Geld kommt in sein Portmonee und wenn wir einkaufen gehen darf er sich davon kaufen, was er möchte (ausser es ist totaler Quatsch oder nicht altersgerecht).
So bin ich auch groß geworden und wusste ziemlich früh, dass das Geld nicht einfach so zugeflogen kommt und wie viel es eigentlich wert ist. Die Sachen, die ich mir davon gekauft habe hatten eine viel größere Bedeutung für mich.
Und genau das beobachte ich bei meinem Sohn auch und wenn wir dann darüber reden warum wir Geld brauchen und wo es herkommt, kann er sich ein Stück weit selbst erklären. Je älter er wird, desto mehr Informationen kommen dazu, da er ja auch altersentsprechend andere Fragen stellt.
Wo es zum Beispiel genau her kommt und warum es aus einem Geldautomaten kommt oder warum wir mit einer Plastikkarte bezahlen können, sind Dinge, die ein 4jähriger dann doch noch nicht ganz versteht. Aber irgendwann werden diese Fragen kommen. Dann komme ich dann leider ins Schwitzen, aber dafür ist ja dann Papa da ;)
Ich finde es sehr sehr wichtig, dass Kinder früh lernen mit Geld umzugehen und nichts als selbstverständlich hinnehmen. Das Geld wächst nun mal nicht auf Bäumen und ohne geht auch nichts.
Wenn ich etwas haben möchte, dann muss ich dafür auch was tun. Das ist nicht immer leicht, das ist nicht immer schön, aber so ist das Leben.
Warum sollte ich das vor einem Kind verbergen? Das wäre, in meinen Augen, eine falsche Vorstellung, die vermittelt wird.
Es ist wahnsinnig spannend, was unsere Kinder aus unserem Alltag ziehen, erklärt haben wollen, was für uns schon selbstverständlich ist, was ich noch mal alles nachschlagen muss und wieder selbst lerne.
Und jetzt fahre ich zur Arbeit. Um Geld zu verdienen, damit wir einkaufen können :)
Schönen Tag Euch! Und an alle, die schon frei haben: Schönes Wochenende!
Freitag, 9. Mai 2014
Das Leben ist schön.
Donnerstag, 8. Mai 2014
Mein Kind vs. Mein Hund!
Und da verhält es sich ähnlich wie auf einem Kinderspielplatz:
Es gibt nette Eltern, die auf ihre Kinder achten und eben nicht so nette, denen alles scheissegal ist und ihr Kind ja nie was tut oder es nicht so meint.
Ich war also gewappnet!!!
Das Wetter an unserem ersten Tag am Hundestrand war durchwachsen. Nicht wirklich warm, nicht wirklich kalt, aber trocken und sonnig. Ideal also für April an der See. Leo hat sich unterwegs noch schnell mit Papa zusammen einen Eimer und eine große Schaufel geholt damit er auch ordentlich buddeln und Muscheln suchen kann.
Wir haben ihm von vornherein erklärt, dass wir an einen anderen Teil des Strandes gehen und dort viele Hunde sein werden, nicht angeleint, dass nicht alle so lieb sind wie Charlie und spielende Hunde durchaus angsteinflößend sein können, sie es aber nicht so meinen, das kennt er ja. Hatte er alles verstanden und freute sich sehr auf den "neuen" Strand.
Er rannte auch gleich drauf los, es waren nicht viele Hunde da, etwas weiter weg, waren zwei Große und ein Kleiner, die tobten, sich aber nicht für uns interessierten. Wir blieben gleich am Anfang des Hundebereiches, denn dort wollte Leo buddeln. Charlie blieb erst mal an der Leine, denn mit hören und zurückkommen hat er es noch nicht so, das üben wir gerade noch. Es war uns einfach noch zu gefährlich ihn loszumachen.
Und dann kam eine Dame mit einem mittelgroßen Hund (fragt mich nicht nach der Rasse, irgendwas zottelartiges) und ein Herr mit einem Jagdhund (fragt mich da mich da auch nicht nach der Rasse! Groß, braun, Schlappohren. Ich weiß, dass es ein Jagdhund ist, ich weiss nur den genauen Namen der Rasse nicht). Wir konnten schon vom Weiten erkennen, dass beide mit ihren Hunden an der Leine schon stark zu kämpfen hatten.
Als sie in unserer Nähe waren liessen sie die Hunde los. So weit, so gut. Unser wollte natürlich auch spielen, hatte dann aber doch mehr Schiss vor den beiden.
Leo, allerdings, stand in der Schusslinie. Beide Hunde umkreisten ihn ziemlich wild. Er wurde ängstlich, unsicher, bekam leichte Panik. Die beiden Besitzer der Hunde haben das wohl gesehen, es hat sie aber nicht interessiert. Von der Dame kam ein stumpfes " Ja, die wollen hat nur spielen! Muss man den Hund auch mal loslassen!!! Der muss ja auch mal Spaß haben!" Als ich dann etwas ungehaltener anmerkte, dass es gerade nicht um den Hund ginge, sondern um mein Kind und dass man da durchaus Rücksicht nehmen sollte und meines Erachtens nach auch MUSS, brach das Donnerwetter aus. Was sie sagte, weiß ich nicht, ich habe nicht mehr hingehört. Der Herr nahm seinen großen Hund netterweise an die Leine. Wenigstens er hat dann reagiert. Sie ist dann weiter gegangen.
Leo war leicht panisch und hat nun Angst vor größeren Hunden, weil er es einfach auch nicht einschätzen konnte. Wie kann ein Kind von 4 Jahren das auch? Selbst ich kann es nicht immer einschätzen. Das mag daran liegen, dass ich mich jetzt erst intensiv mit dem Thema Hunden auseinandersetze oder daran, dass wir in letzter Zeit schlechte Erfahrungen gemacht haben und ich auch langsam Angst bekomme bei diversen Hunden und ihren Haltern.
Es kann nicht sein, dass ich spazieren gehe und ein zähnefletschender Hund vor uns steht, weil der Besitzer keinen Zaun um sein Grundstück baut, weil ER der Meinung ist, das bräuchte man nicht, der Hund tut ja nichts. Ich war froh, dass Leo nicht dabei war.
Es kann auch nicht sein, dass ich spazieren gehe und ein Auto fährt auf eine Einfahrt, an der man gerade vorbei geht, wo man erst ein elektrisches Tor öffnen muss, der Fahrer uns sieht und zwei große Hunde auf uns zulaufen lässt, die ganz sicher auch nicht spielen wollten, so viel konnte ich wohl erkennen.
Es kann auch nicht sein, dass man an kaputten Zäunen entlang geht und man angeknurrt wird von einem zähnefletschenden Hund und die Besitzer das lustig finden und auch noch "FASS!" rufen. Da rutscht mir auch das Herz in die Hose.
Ich kenne zum Glück einige Hunde und ihre Besitzer, die nicht so sind. Ich habe mir das mit unserem Hund auch sehr gut überlegt. Wir haben lange, lange gewartet und uns über alle Rassen schlau gemacht, was zu uns passt, ob wir damit umgehen können, was auf uns zu kommt.
Ich weiß, wenn mir ein Kind entgegen kommt, habe ich meinen Hund an der Leine oder bei Fuss. Mein Hund darf gerne bellen, wenn jemand Fremdes am Zaun entlang geht, aber ich pfeiffe ihn zurück, wenn es überhand nimmt und ich es mitbekomme.
Wenn mein Hund draussen auf der Einfahrt ist und es kommen Fremde, Kinder, was auch immer, muss er sofort zu mir kommen. Das muss er lernen und da arbeiten wir auch dran.
Ich möchte nicht so einen Hund. Ich möchte auch solchen Hunden nicht mehr begegnen.
Es ist eben wie bei Kindern: Manche "Eltern" versauen eben alles. Erziehung ist wichtig, wird aber meistens als lächerlich betrachtet.
Ich bin auch nicht die perfekte Hundebesitzerin. Es gibt aber Dinge, auf die ich achte, die mir wichtig sind. Ich lebe nicht allein mit meinem Hund in dieser Welt und es ist und bleibt ein Tier. So süß und lieb wie mein Hund sein kann, ich weiß nicht wie er auf bestimmte Situationen und Kinder reagiert genauso wenig weiß ich, wie mein Kind auf bestimmte Hunde reagiert.
Das werden aber manche Menschen leider nie verstehen.
Zum Glück haben wir auch sehr sehr positive Erfahrungen machen dürfen und durch unsern Charlie ganz liebe Menschen und Hunde kennengelernt, große und kleine.
Ich muss meine Angst wieder besiegen und Leo wird bestimmt auch wieder schnell merken, dass es viele liebe Hunde gibt.
Schade nur, dass man so was überhaupt erleben muss.
