Und weil wir uns beiden gegenseitig so auf die Nerven gehen ändern wir das jetzt. Wir finden das beide nämlich total doof so zu sein. Nur den bösen Blick, den behalten wir, denn den kann nicht jeder. Den haben wir von Oma (meiner Mama) übernommen und geben ihn weiter ;)
Meine Meinung, mein Leben - unverschönt und unzensiert! Mutter eines Sohnes (9),einer Tochter (4) und einem Sternenkind (6) aus Schleswig-Holstein mit westfälischen Wurzeln.
Freitag, 4. April 2014
Mein Kind - Mein Mini-Me
Und weil wir uns beiden gegenseitig so auf die Nerven gehen ändern wir das jetzt. Wir finden das beide nämlich total doof so zu sein. Nur den bösen Blick, den behalten wir, denn den kann nicht jeder. Den haben wir von Oma (meiner Mama) übernommen und geben ihn weiter ;)
Mittwoch, 2. April 2014
Ist mein Kind normal?
Es fing schon an bei der Geburt: Kaiserschnitt, 54 cm, ca. 3.500 Gramm. Geburt nicht normal, zu groß, zu schwer. Wurde nicht gestillt. Auch nicht normal. Dann ging es weiter in der Entwicklung: "Waaas?! Er ist 3 Monate und kann sich noch nicht drehen?", "Bitte?! Er ist 6 Monate und kann nicht sitzen?! NICHT normal!".
So zieht es sich durch wie ein roter Faden.
Das erste Jahr habe ich dieses "Spiel" noch mitgemacht, war besorgt, habe gelesen, recherchiert was mein Kind können muss, ob das normal ist oder nicht, saß so oft heulend aus purer Überforderung zu Hause, weil ich mithalten wollte mit den "normalen" Kindern.
Als Leo in die Krippe ging hörte das alles schlagartig auf. Mir wurde versichert, mein Kind sei völlig normal, gesund, glücklich und zufrieden, ich würde alles richtig machen. Auch die Dame, die damals beim Kinderarzt die U's machte versicherte mir, dass alles normal sei. Es ging runter wie Öl! Ich war erleichtert, entspannt, kam zur Ruhe, war zufrieden.
Dennoch hatte und habe ich Zweifel. Bei der U-Untersuchung letztes Jahr war plötzlich eine neue Ärztin da. Alles lief anders als sonst, sie beobachtete mein Kind anders, sah nur Momentaufnahme und da war es wieder: Das Gefühl der Angst, dass irgendwas nicht normal sei, dass irgendwas nicht so ist, wie es sein soll. Tatsächlich hatte sie etwas gefunden: Die Schultern meines Sohnes neigen leicht nach vorn, liegt in der Familie. Mir wurde allerdings dann erklärt, das hätte damit nichts zu tun, mein Kind würde nie draussen spielen und vor allem nicht klettern. Als ich versuchte zu erläutern, dass das gar nicht stimmen kann, da braucht sie sich ja nur seine Schienbeine anschauen, wurde ich unterbrochen. Sie könnte das schließlich als Ärztin sehen, ich könne ja viel erzählen. Peng! Das saß! Ich hatte damals keine Lust zu diskutieren, ich wollte nur raus. Ich habe mir die restliche Streiterei gespart und nichts mehr dazu gesagt. Natürlich war ich sauer und verletzt. Vor allem kam ich mir vor wie ein kleines Kind, dass nichts zu melden hat, dabei ging es da gerade um MEIN Kind.
Die U-Untersuchung dieses Jahr war noch schlimmer. Ich hatte Angst davor, ja Panik. Mir war vorher schon schlecht, weil ich nicht wusste, was genau auf uns zukommt und wie mein Sohn darauf reagieren wird. Ich wäre gern zu einem anderen Arzt gegangen, aber die Auswahl hier vor Ort ist leider nicht groß und die Wartelisten leider sehr lang.
Also dachte ich, gut, es ist nur eine U. Was kann da groß passieren, er hat ja nichts, er ist ja normal entwickelt.
Da waren wir also zum ersten Teil der U8. Leo wollte lieber im Wartezimmer spielen anstatt seine Jacke auszuziehen, also ging er in voller Montur mit mir mit ins Sprechzimmer. Fand die Dame schon nicht toll. Auch, dass er unbedingt an meine Hand wollte, fand sie nicht gut, konnte man am Gesichtsausdruck erkennen.
Er sollte sich ohne große Begrüßung oder Kennenlernen auf einen Stuhl setzen an ihrem Schreibtisch. Wollte er nicht, er wollte auf meinen Schoß. Dann legte sie ihm stumpf einen Zettel mit Stift hin mit den Worten "Mal mal einen Kreis!" Jeder kann sich denken, dass er das natürlich nicht gemacht hat. Er wollte weg. Das wiederholte er auch ständig und ich konnte das durchaus verstehen. Sie konnte das nicht verstehen und wurde ungeduldig. Sie hätte keine Zeit für so etwas, da würden noch andere Kinder warten.
Den Hörtest hat Leo mit ach und krach gemeistert, genau wie den Sehtest. Balancieren wollte er nicht mehr und so unliebevoll wie er behandelt wurde und alles aufgebaut war konnte ich auch das verstehen. Ich hätte das alles auch nicht gemacht unter diesen Bedingungen, zumal für diese U8 nur 30 Minuten eingeplant wurden, was ich persönlich sehr wenig finde, da Seh- und Hörtest schon viel Zeit in Anspruch nehmen.
Ich hatte ihn mit allen Mitteln versucht zu locken, dass er mitmacht. Ich wollte auch diesmal wieder erläutern, dass er das alles kann, dass ich das weiss, aber mir wurde nicht zugehört. Kann ja jeder sagen. Jede Mutter sagt, dass ihr Kind alles kann war die Antwort darauf. Ja, das stimmt auch irgendwie, trotzdem möchte ich angehört werden. Es ist doch MEIN Kind und wenn es nicht für sich sprechen will und mich flehend anguckt, dann MUSS ich das doch tun.
Unsere Unterlagen wurden einbehalten. Ich habe mir dabei erst nichts gedacht, ich wollte nur nach Hause. Ich habe mein Kind selten so erlebt, das war wirklich mal nicht normal, so still, in sich gekehrt, verunsichert, ängstlich. Ich war nass geschwitzt und total durch, genau wie er.
Als wir zu Hause waren und mein Mann mich fragte wie es war, fing ich an zu heulen, weil die ganze Anspannung abfiel. Als ich erzählte, dass sie unsere Unterlagen einbehalten hatten, kam die Panik. Das würde ein Nachspiel geben, denn eigentlich dürfen sie das doch nicht? Wir waren uns nicht mehr sicher. Wir waren mit nichts mehr sicher.
Unser Sohn ist 4. Schon 4, aber irgendwie auch erst 4. Es wird plötzlich so viel von ihm erwartet, ich frage mich ob es richtig ist, so viel von einem 4 jährigen zu erwarten. Kinder mit 4 sollen nicht mehr fremdeln wurde mir erklärt. Er fremdelt nicht, er ist schüchtern und braucht manchmal eine gewissen Zeit um "aufzutauen". Ist das so schlimm? Müssen alle Kinder zu dieser U kommen oder in einen Raum und ALLE mögen und sofort rumspringen. Es gibt Kinder, die das tun, finde ich toll. Meiner tut es nicht und das ist genau so in Ordnung.
Ich habe nach dieser U die ganze Nacht wach gelegen und mich wieder gefragt: Ist Leo normal? Haben wir alles richtig gemacht? Warum war dieser Arztbesuch so? Was hätte ich anders machen können? Er ist doch sonst so ein glückliches Kerlchen....
Am nächsten morgen habe ich mir unsere Unterlagen geholt. Das Gespräch in der Arztpraxis war nicht schön. Mir wurde sehr viel vorgeworfen, was definitiv nicht stimmt. Ich werde das hier nicht ausführen, aber es war schon ein sehr heftiger Umgangston, der dort herrschte.
Wir haben den Arzt gewechselt, die U8 wurde wiederholt. Mein Sohn ist völlig normal und bestens entwickelt.
Ich verstehe den Sinn hintern den U's und ich finde es gut und wichtig, dass es sie gibt. Die Umsetzung hapert nur leider bei vielen Ärzten und der Druck, der auf einem lastet ist verdammt groß. Es würde mich und auch ganz bestimmt viele andere freuen, wenn man ihn vermeiden könnte.
Ein Schritt in die Richtung wäre auch, wenn Mütter sich nicht gegenseitig total bekloppt machen würden, was ihr Kind alles kann und das andere nicht.
Wann ein Kind krabbelt, wenn überhaupt, läuft, spricht, hüpft, malt, etc. ist doch egal solange es gesund und glücklich ist.
Mein Sohn ist zum Beispiel ein kleiner Eigenbrötler. Er hat seine zwei Freunde mit denen er gerne mal nachmittags spielt, aber neue Kinder einladen? Nein. Auch nicht, die die er kennt aus dem Kindergarten. Er möchte das nicht. Schlimm? Nein. Normal? Für ihn ja. Für andere unverständlich. So ist er aber, und er ist gut so, denn er kann seinen Willen klar formulieren und wir belassen es dabei. Wenn das ein Kind nicht stärkt, dann weiß ich auch nicht...
Und was ist denn schon normal? Sind wir normal? Müssen wir normal sein? Wer schreibt uns das vor? Warum also so einen Zwang bei Kindern herbeiführen. Kind sein ist die schönste Zeit des Lebens. Sie sollten es geniessen.
Dienstag, 18. März 2014
An alle doofen Hundebesitzer!
Ich muss diesen Post dazwischen quetschen! Ich wollte zwar nix über Hunde und Kinder schreiben, aber ich bin so sauer!!!
Wir leben in dieser ach so tollen Waldgemeinde, in der alles sooooo schön grün ist und ein Affentheater gemacht wird, weil ein paar Bäume abgeholzt werden um einen Supermarkt zu bauen, weil ja jeder blöde Ast heilig ist.
Aber mal die Hundehaufen weg machen, die der eigene Hund produziert, dafür sind wir uns zu fein. Ist ja ekelig! Ja, genauso ekelig ist es auch, wenn ein Hundehaufen vor meiner Tür liegt. Oder im Abstand von einem Meter hintereinander bis zum Spielplatz Riesenhaufen, teilweise mitten auf dem Gehweg.
Auf dem Spielplatz finden wir dann überall verteilt sowas hier:
Montag, 17. März 2014
Familienleben mit Hund. Oder: Das totale Chaos.
Es ist bei uns momentan absolut chaotisch. Wir sind etwas gestresst, weil wir Kind und Hund erziehen, denn ein 4jähriger ist auch nicht ohne. Wer jemals behauptet hat, wenn die Kleinen älter sind wird es einfacher, hat gelogen! Definitiv! Es wird nur anders, aber nicht einfacher.
Wir wollten es so. Wir lieben es so. Wer uns kennt weiß mittlerweile: In unserer Familie wird es nie langweilig. Wenn einmal Ruhe einkehrt hält sie nicht lang, wir wagen uns immer irgendwie in jedes Abenteuer, dass man im normalen Alltag erleben kann. Und irgendwann werden wir abends mit einem Glas Wein auf der Terrasse sitzen (ich hoffe bis dahin ist sie fertig) und darüber lachen, was wir alles gemacht haben und wie wir es gemacht haben. "Weisst Du noch damals, als der Hund überall hingemacht hat, Spielsachen gemopst hat und Leo ihm gesagt hat 'Hör auf, sonst gehste wieder da hin wo de hergekommen bist, Du Nuss!' Das waren Zeiten...."
Ach, was wird das schön sein später, wenn es ruhig wird bei uns.... Oder auch nicht... ;)
Montag, 10. März 2014
Hallo, neues Familienmitglied!
Freitag, 7. Februar 2014
Muttersein
Dann wurde er älter und schnell. Leonard war immer etwas auf der Überholspur. Ich möchte damit nicht angeben und sage auch nicht, dass er hochbegabt ist oder irgendwie so etwas in der Art, er war, und ist es immer noch, etwas schnell in manchen Dingen, wie viele andere Kinder allerdings auch, er ist da nicht aussergewöhnlich. Er ist zu schnell gewachsen, das tut er auch heute noch, und das hat mir das Leben am Anfang etwas schwer gemacht. Denn, wenn zu der "schnellen Art" noch ein riesengroßer Dickschädel kommt ( den einige von Euch ja sicherlich auch kennen), dann kann das echt an die Nerven gehen. Er wurde/wird immer älter geschätzt als er ist und somit wird mehr von ihm erwartet. Damit war mein Plan erstmal dahin. Ratschläge von allen Seiten von Tag 1 seiner Geburt haben mich absolut verunsichert.
Schon bereits vor der Geburt gab es diverse "Kritiker" gegenüber meinen Entscheidungen. Ich wollte einen Kaiserschnitt (der sich im Nachhinein als sehr gut herausstellte) und nicht stillen. Bäm. Der Kampf war eröffnet.
Mein Sohn war 2 Tage alt, wir waren noch im Krankenhaus, bekamen Besuch und die Tipps, Ratschläge und wie auch immer man es noch nennen will, gingen los. Und dann fangen die Gedanken an zu kreisen: Ist das alles richtig? Soll ich alles anders machen? Waren das richtige Entscheidungen? Muss ich jetzt wirklich "perfekt" sein? Haushalt und Baby, alles kein Problem, schafft man mit links. Ja, am Anfang war das kein Problem. Als er allerdings älter wurde und nicht mehr so oft schlafen wollte, beschäftigt werden und getröstet werden wollte wegen den gemeinen Zähnen, ging das nicht mal mehr eben so. Haushalt, Wäsche, einkaufen, Essen machen. Wer glaubt, dass das ein Kinderspiel ist, der liegt falsch. Alle um mich herum haben das aber "perfekt" hinbekommen. Jedenfalls nach aussen. Meine Zweifel wurden größer und ich saß heulend in der Ecke. Ich war nicht die, die ich sein wollte. Auch als Leonard bereits über 1 Jahr alt war und in die Krippe kam war ich nicht die Mutter, die ich eigentlich mal sein wollte. Und das ärgerte mich ganz massiv. Ich glaube nicht, dass ich damals eine schlechte Mutter war. Ich war nur anders. Das bin ich jetzt auch noch, ich entspreche in manchen Dingen nicht der "Norm", jedenfalls hier vor Ort oder was man so liest. Ich bin in einigen Dingen streng, in manchen gar nicht. Vieles sehe ich sehr locker und ich werde auch manchmal laut. Ich diskutiere ungern, besonders nicht, wenn sich eine Diskussion mit einem Kleinkind im Kreis dreht. Ich versuche ihn an alles heranzuführen, wenn er allerdings vorher schon schreit, dass er etwas nicht will, dann lass ich es. Er wird in knapp 3 Wochen 4, er kann Entscheidungen treffen. Nicht alle, aber ein paar und die überlasse ich ihm gerne.
Wenn ich eins gelernt habe in den letzten Jahren, dann ist das, dass es eigentlich gar keine "Norm" gibt. Denn jedes Kind ist anders und jede Mutter auch, also sollte jeder seinen eigenen Weg finden. Diese Erleuchtung kam mir erst als Leonard etwas über 2 Jahre alt war und wir so langsam richtig ein Team wurden und ich erneut schwanger war, als einige leise Stimmen mir flüsterten, ganz leise, damit es nicht jeder hört, wie toll sie es finden, dass ich nicht so bin wie der Rest, dass ich vieles einfach anders mache und mein Kind ein glückliches kleines Kerlchen ist, meistens gut drauf und wahnsinnig "pfiffig".
Nach der zweiten schicksalshaften Schwangerschaft wurde eh alles anders, ich wurde anders, Leonard wurde anders. Tja, erst dann wurde ich so wie ich jetzt bin. Zweifel habe ich immer noch ab und an, wie jeder andere auch. Ratschläge und Tipps hole ich mir, wenn ich sie wirklich brauche, der Rest erfolgt weiterhin aus dem Bauch heraus.
Ein Bekannter hat vor knapp einem Jahr zu mir gesagt: "Ob Du eine gute Mutter oder ein guter Vater warst, erfährst Du sowieso erst, wenn die Kinder groß sind und sie es Dir sagen. Alles was jetzt passiert ist ein Glücksspiel und keiner kennt die Regeln". Recht hat er.
Manchmal bin ich tatsächlich wie meine Mutter, wie meine Tante, meine Oma und auch wie meine Cousine, selten, aber es kommt vor. Wenn mir das bewusst wird, freue ich mich tierisch. Ansonsten bin ich ich. Endlich. Ich bin nicht die Mutter, die ich sein wollte, aber ich denke und hoffe, dass Leonard irgendwann sagen wird " Ach, Mama, ich war ganz zufrieden mit Dir." Das würde mir schon reichen.
Montag, 3. Februar 2014
Familienspaziergang.
Ein langer Spaziergang war schon nicht mehr drin, weil ich auch noch Essen vorbereiten wollte, Sonntags bin ich da ja etwas pingelig (auch erst neuerdings, also keine Angst, keine Supermutti ;) ).
Da wir mitten in der Natur wohnen und man von überall aus schon fast im Wald steht oder an einen See kommt, dachte ich mir, ach komm, laufen wir einmal schnell die Standard-Runde und sind so in maximal einer Stunde wieder zu Hause. Schaffen wir locker, ist alles noch gut in der Zeit. Ich hatte dabei meinen Mann vergessen.....
Er ist ja hier in unserer schönen Waldgemeinde aufgewachsen und meint ab und an mir neue Wege zeigen zu müssen durch den Wald. Geht ganz schnell meinte er, einmal rechts, geradeaus, dann links und dann sind wir schon wieder fast auf dem Weg nach Hause. Da ist er früher immer mit dem Fahrrad lang gefahren und das ist ein totaaaaaaaal schöner Weg.
Leonard fuhr auf seinem Laufrad mit meinem Mann grinsend dahinter laufend vorneweg und ich trabte hinter her und dachte mir, gut, er wird den Weg wohl kennen. Da ich ihn ja lange genug kenne fragte ich nur einmal kurz "Aber Du findest den Weg wieder nach Hause, ja? Auch ohne Handy und so und weisst wo wir lang müssen?". Sicher weiss er das, klar finden wir nach Hause, was ich immer hätte, er ist schließlich tausendmal da lang gefahren, alles gar kein Thema. Also gingen wir weiter. War auch schön, so auf einer kleinen Landstrasse mitten im Wald, kein Mensch zu sehen, kein Auto zu hören (den Autobahnlärm denk ich mir einfach mal jetzt ganz romantisch weg).
Damit ihr wisst, wie schön es war hier mal ein paar Eindrücke:


